Bin heute an der Karl-Otto-Reinsch-Straße vorbeigekommen.
Mußte lachen.
Bin heute an der Karl-Otto-Reinsch-Straße vorbeigekommen.
Mußte lachen.
Da wiegt man sich sein halbes Leben lang in der Illusion, daß man im Gegensatz zu den meisten Leuten nicht von der Werbung vereinnahmt sei und dann passiert so etwas:
Ich befinde mich gerade auf der Zielgerade von Joachim Fests großartiger Hitler-Biographie und bin vorhin an der Stelle angekommen, die sich mit dem verstärkten Widerstand gegen Hitler im Jahre 1944 beschäftigt und damit logischerweise auch einige Sätze zu Stauffenberg verliert.
Da wird Stauffenberg vorgestellt, seine Bemühungen den Widerstand zu formieren werden beleuchtet und natürlich auch einige Originalzitate mit eingebaut. Und wessen Gesicht hab ich plötzlich vor meinem geistigen Auge gesehen?
Tom Cruise
Epic fail!
[file under: Zum Lachen in den Bunker gehen.]
Ich bin es ja gewohnt, daß mir beim Toasten von Brotscheiben von Zeit zu Zeit einmal ein Geruch nach Verbranntem in die Nase steigt.
Doch der Geruch, der mir eben in der Küche zuflog erinnerte mich eher an den Tag, an dem sich beim Bohren einmal der Bohrkopf meiner Bohrmaschine weißglühend und schmelzend im Loch verabschiedete!
Bei einem kritischen Rundumblick durch meine Küche schien mir die Luft beim Fenster getrübt, näheres Hinsehen ergab tatsächlich leichte Rauchschwaden und einen verschmorten Geruch.
Dasselbe im Badezimmer.
Nun ist die Wahrscheinlichkeit, daß eine nichtlaufende Waschmaschine durchschmort eher gering und die Tatsache, daß unter mir gerade die Wohnung renoviert wird, wobei heute das Badezimmer an der Reihe ist hielt meine Besorgnis in Grenzen.
Ein kurzer Kontrollgang zu den Arbeitern in der unteren Wohnung ergab, daß sie gerade geflext hatten und der Rauch durch die wohl etwas undichten Wände zu mir in die Wohnung hinaufgestiegen sei!
Kurz durchlüften und alles sei wieder in Ordnung!
Na wenns weiter nichts ist…
Unter dem Theater am Potsdamer Platz, in dem ich arbeite, liegt die Disco Adagio, die uns von Zeit zu Zeit mit ekelhaft-klebrig-poppiger Musik beschallt, während wir noch am Arbeiten sind.
Anscheinend kann man das Adagio auch für Firmenfeiern mieten, am heutigen Abend tat dies beispielsweise die Deutsche Telekom.
Das bedeutete, daß ein großes Buffet aufgebaut war, dessen Gerüche durch das ganze Theater zogen und den Hunger aller Mitarbeiter gefährlich anstachelte. Wirklich schockierend und sich negativ auf die Stimmung auswirkend war jedoch die Musikauswahl:
Ein Blasorchester spielte den gesamten Abend hindurch den absoluten Bodensatz musikalischer deutschtraditioneller Volksschlager von ‘Adelheid, schenk mir einen Gartenzwerg’ über die ‘Berliner Luft’ bis zur ‘Märkischen Heide’!
Daß offensichtlich ein Gutteil der Mitarbeiter des magentafarbenen Konzern aus Wackeldackelbesitzern fortgeschrittenen Alters besteht erklärt wohl so manche Diskrepanz zwischen dem Anspruch ein Weltkonzern zu sein, in der Realität jedoch meist die Serviceleistung einer deutschen Behörde zu bieten…
Wie inzwischen vermutlich jeder mitbekommen hat wird der neue Quentin Tarantino – Film ‘Inglorious Bastards’ mit Brad Pitt in der Hauptrolle ab Oktober hier in Berlin gedreht.
Da ich weder beim Anblick von Brad Pitt dahinschmelze noch ein Tarantino-Fanboy bin hat mich diese Nachricht zwar gefreut, aber ansonsten nicht weiter berührt.
Als ich jedoch durch die Fünf Filmfreunde erfuhr, daß für den Film noch einige Komparsen gesucht werden und ich feststellte, daß ich dem gesuchten Typus ziemlich nahe komme dachte ich, dies könne doch eine ganz nette Abwechslung zu meinem normalen Broterwerb sein.
Danke ihr lieben Hollywoodfilme und Nachmittagsserien meiner Jugend, daß ich beim Herumspazieren zuerst die schwarzen Mitbürger inspiziere, ob sie mich gerade überfallen wollen. Zumindest wenn es nachts oder ein heikles Viertel ist. Sonst fühlt man sich in Paris recht sicher.
Wenn man über die unterschiedliche Einstellung von Geschwistern zu ihrer eigenen Familie sprechen möchte und ohne Absicht das zu Sagende mit den Worten “Meine Schwester und ihre Familie…” einleitet, dann kann man sich jedes weitere Wort sparen…
Selbst wenn die Arbeit Spaß macht klaut sie einem trotzdem viel zu viel vom Tag. Man muß früh ins Bett gehen, um früh aufstehen zu können und schafft so praktisch gar nix. Ich hasse es jetzt schon. Obwohl die Arbeit an sich bis jetzt ganz ok ist.
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