Ein Traum, an den ich schon sehr lange nicht mehr gedacht habe. Denn soeben hörte ich bei meiner lieben Schwester im Radio im Hintergrund: Joanna Newsom spielt am 17. Mai ein Konzert in Berlin!! (Ja, zwei !). Und sie hat ein neues Album herausgebracht. Und das ist auch noch gleich 3 LPs lang. Und schon bestellt. Genauso, wie die Konzertkarten. Eine habe ich eventuell übrig. Sonst selbst kaufen und auf keinen Fall verpassen. Äußerst gefühlvoll, mindestens genauso kraftvoll und auch noch sehr lyrisch, was ich noch aufarbeiten möchte. Und ja, hübsch ist sie auch noch…
Monatsarchiv für April 2010
Entgegen einiger abschreckender Urteile über die Neuverfilmung von Alice in Wonderland war ich heute im Kino um dieser Welt zu entfliehen. Genau dafür ist dieser Film grandios. Man muss sich auf die Fantasie, das Surreale, den Kitsch und die vergleichsweise einfache Handlung einlassen und kann dann wundervoll versinken. Die Bilder sind pompös und zu 90% Computergrafik, was man auch immer ein wenig sieht, aber trotzdem sehr beeindruckt. Der Detailgrad ist berauschend und man möchte überall gleichzeitig hinschauen. Die dritte Dimension auf der Nase verstärkt dies noch, auch wenn es stellenweise ein wenig wie Pappebenen in verschiedenen Tiefen aussieht (der Film wurde nur in 2D geschossen und später verdreideeisiert), erhöht es doch das Gefühl dabei zu sein. Der 3D-Effekt der Trailer der “echten” CG-Filme (Shrek, Toy Story, etc.) wirkte dagegen deutlich besser.

Dafür hat dieser Film Jeanne d’Arc Alice, die in ihrer Rüstung erstaunlich sexy aussieht und auch sonst zu verzaubern versteht. Die weiße Königin und ihre Aufgesetzheit, sowie der Freudentanz des Depps funktionieren dagegen überhaupt nicht (ganz im Gegensatz zum großen Kopf der roten Königin). Aber das lässt sich verzeihen. Die Schaukelpferdinsekten lassen praktische alles entschuldbar erscheinen.
Und so hat mich dieser Film mit der Propagierung der Verrücktheit sehr fröhlich und zuversichtlich gestimmt. Wie realistisch diese Aufforderung ist, zeigt der Greenscreen. Auch finde ich es schwierig einen eigenen Mittelweg zu finden zwischen Fantasie und Wünschen mit ihren guten Seiten und der Realität mit der potentiellen Enttäuschung. Doch zumindest temporär kann man sich hier ganz der Fantasie von Tim Burton und seiner CG-Armee hingeben. Besonders, wenn der Film um 17 Uhr beginnt, denn dann wird man direkt in einen traumhaften Sonnenuntergang entlassen der diese Stimmung mit ins Bett trägt.


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