get ready!

yeah!

9 Kommentare zu “get ready!”


  1. 1 Georg

    Rock’n'Roll! |..|

  2. 2 Dennis

    Get ready!
    Get ready to get disappointed!

  3. 3 ankiH.allerlanden

    ein wenig mehr optimismus vielleicht?
    hier geht es um das prinzip hoffnung, dem gemeinschaftssinn und vielem mehr.
    ich habe mit vielen meiner amerikanischen freunde gesprochen, die meißten davon waren bei der ansprache im grand park in chicago dabei und selbst beim erzählen von der stimmung die dort herrschte, weinten sie.

    ich glaube, niemand von uns (als [weiße] europäer) kann diese emotionen wirklich nachvollziehen.

  4. 4 Corili

    @dennis what was the matter about illusions and disappointment? ;)
    bush in 2000: God bless America!
    Will this blessing come tomorrow?

  5. 5 Georg

    Jetzt wird er euch mit seinen Argumenten totschlagen…

  6. 6 Dennis

    Gerade erst gestern habe ich gelesen, daß in den USA gerade einmal 14% der Bevölkerung glauben, daß der Mensch ein Ergebnis der Evolution ist, während ganze 44% daran glauben, daß Gott den Menschen so geschaffen hat, wie er heute ist – und zwar vor max. 10.000 Jahren.
    Die Mormonen glauben, daß Jesus nach der Auferstehung in die USA gereist ist, um dort das Evangelium zu verkünden.

    Bei derartig ausgeprägter, wirrköpfiger Religiösität verwundert es nicht, daß der neue Erlöser selbstverständlich ebenfalls Amerikaner ist! Nur wer hätte gedacht, daß er schwarz sein würde?

    Nichts gegen Obama, nichts gegen sein Konzept des Wandels, nichts gegen Optimismus (schlechter als Bush kann er es eh kaum machen), aber diese Erlösungshoffnungen durch Obama nicht nur in den USA sind nicht nur fehlgeleitet, sie sind gefährlich!

    Zum Glück ist der Mann intelligent genug um selbst zu kapieren, daß er sich das Ganze nicht zu Kopf steigen lassen darf, denn im Gegensatz zum Großteil seiner Anhänger scheint er sich der gravierenden Schwere der Probleme Amerikas nur allzu bewußt zu sein.
    Ich zitiere mal aus der angesprochenen Rede in Chicago:
    “There will be setbacks and false starts. There are many who won’t agree with every decision or policy I make as President, and we know that government can’t solve every problem.”

    Aber gerade dieses “Get ready!”, diese Partystimmung, dieser unglaubliche Devotionalienhandel (statt Memorabilia redet man in den USA bereits von Obamabilia), so als würde heute abend mit Obamas Amtsantritt das Goldene Zeitalter anfangen gehen so weit an der Realität vorbei, daß es schon an Verdrängung grenzt.

    Ich setze ebenfalls große Erwartungen in Obama, ich habe ebenfalls gejubelt, war euphorisch und habe gefeiert – aber eben am 4. November, dem Tag der Wahl.
    Damals war der Tag der großen Gefühle, der Tag des Aufbruchs, der Tag des Feierns.

    Heut ist Arbeitsbeginn!

    Get ready!
    Get working!
    Get ready to get disappointed!

  7. 7 ankiH.allerlanden

    und was sind deine argumente, georg, ausser das du wahrscheinlich sagen würdest und sicher mit recht, das auch obama selbst nur eine politische figur im politik(macht)zirkus ist?

    ich bleibe bei meinem standpunkt zur unterstützung eines neuen hoffnungsträgers für und ausserhalb der USA und habe eigentlich mit absicht, jedwede glorifizierung obamas, als den “neuen messias” oder “erlösers” nicht erwähnt, nicht nur weil auch mir dies suspekt ist, sondern auch weil natürlich mir und vielen anderen die realität bewusst ist; das es immer noch um politik geht und niemand die welt vor korruption bewahren kann.
    obama ist nicht aus zufall schwarzer hautfarbe, weder ist er aus purem zufall der erste schwarze präsident, eines landes in welchem gerecht wäre, würde er der zehnte oder fünfzehnte (und so weiter) schwarze president sein.

    ich habe allem in allem fast 3 jahre in den USA gelebt; vor und während des bush ‘regimes’ und sicher war mir vieles der amerikanischen lebenskultur fremd und nicht nachvollziehbar, aber das allgemeine und klischee-hafte bild, welches in der welt vom religiös-fanatischen, hirnlosen und ignorant-dummen amerikaner an sich herrscht, ist ebenso verzerrt, wie das bild, welches sich meinetwegen die briten von uns als ‘nazi’-deutsche machen.
    vielleicht hatte ich ja das glück und bin in all der zeit immer nur auf die angesprochenen 14 prozent ‘normaler’ amerikaner getroffen? nun:
    ich habe 11 monate in einer amerikanisch-jüdischen familie gelebt und in den gesprächen ging es oft darum, wie unzufrieden sie selbst über das amerikanische bild ausserhalb der USA seien und wie sehr sie religiösen fanatismus ablehnen. das war 99, dann kam bush und sie waren noch entsetzter. 2000 und 2007 besuchte ich die amish people in wisconcin und in indianapolis und auch dort waren die gespräche durch kritik am derzeitigen presidenten geprägt, der den amerikaner durch gott selbst gesegnet über alle himmel hebt. mein bester freund in chicago, den ich 2006 kennenlernte ist mexican-american, mit ausgeprägtem glauben an gott. mit ihm war ich auf drei demonstrationen, die damals ‘drive bush out of office’ hießen. bei diesen demostrationen waren auch ein deutscher und ein schwedischer freund von mir dabei, beide glauben an gott und tragen kreuze um den hals. neben all diesen, mir lieb-geworden menschen, die ‘zufällig’ alle religiös aufgewachsen sind, traf ich im grunde eigentlich nur auf kritik-fähige und durchaus sehr intelligente amerikaner, zu jeder zeit, in all den jahren, egal in welchem bundestaat, ob sie nun juden, weiss, schwarz, gelb, indianer, moslems oder ohne jegliche frömmigkeit waren. ich könnte weiter aufzählen, doch was ich nur sagen möchte ist, das man in interaktion mit dem fremden; und hier in unserer diskussion geht es um einen charakter von religion, der uns fremd ist, vorurteile abbauen kann und dinge lernt.
    was sagen schon zahlen aus. gibt es eine statistik, wieviel prozent der deutschen den weg zurück zur religion finden, bzw religös sind? man würde staunen, denke ich, wieviele es sind. Wir, als ostdeutsche, ‘brandenburgerische religionslose’ sehen das sowieso anders.

    hm, wo nun hin, mit meinem zeug hier?
    ich habe die ganze zeit, als es los ging mit obama, alles was da war an information und so weiter aufgesaugt und bin tief beeindruckt von seinen strategien; die massen in bewegung zu setzen. was natürlich, angesichts unserer eigenen deutschen geschichte beängstigend sein könnte, weil es tatsächlich noch immer funktioniert, das unheimlich viele sich auf eine einzige politische figur fixieren können.
    ich glaube, daher rührt auch deine aussage der angst, dennis. kann ich durchaus nachvollziehen. aber viele glauben tatsächlich an besserung der politischen weltlage, durch diesen machtwechsel und innerhalb amerikas geht es um viel mehr, als das. um identität, die einer bevölkerung zugesprochen wird, die charakteristisch noch immer im süden, im ghetto einer stadt lebt, die in restaurants an spülen steht und zum geschirr abräumen eingestellt wird, die bei McDonalds und anderen billig fast food ketten an der ausgabe steht und die immer noch weniger lohn für die selbe arbeit bekommt. es geht um noch mehr, es geht um einen gemeinschftssinn, bei dem alle an das selbe glauben. das ist das wirklich faszinierende. und da schließt sich der kreis, das hier glaube nicht zwingend religiösen charkaters ist, sondern das um den glauben an etwas gutes geht, das durchaus passieren kann.
    ein auszug aus einer mail von einem amerikanischen freund von mir, dessen eltern aus dem irak kommen, der beschreibt was er im grant park erlebte:

    [...]“I personally was so moved to see the black families – from grandparents to little kids – cheering, hugging, crying, screaming, jumping up and down, and celebrating. 400 years after slavery, something had finally changed. I can’t even imagine the feelings they had, as they thought back on all that has happened to their people. And this scene was happeneing everywhere you looked. My tears came often and tickles my cheeks too! And even though the crowds were very large, it was so peaceful and serene, and at times, during Obama’s speech, you could here a pin drop, it was so quiet. [...]
    It’s been so long since I have felt a sense of pride in this country. I don’t think I have ever felt quite this way – ever – about the place I was born and raised.”

  8. 8 Corili

    wow!

  9. 9 Georg

    Ich habe davon keine Ahnung.

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