Entwicklungserinnerungen

Die Erinnerungen an das Gefühl nach diesem Sommer sind noch immer stark. Ich war die gesamten 6 Wochen der Sommerferien mit meiner Mutter und dann meinem Vater in Griechenland unterwegs. Eine schöne Zeit. Denn in den letzten ruhigen Tagen dieser Ferien habe ich mich erinnert, wie ich vor diesen Wochen war – und ich hatte das Gefühl ein komplett anderer Mensch geworden zu sein.

Das ist natürlich übertrieben, aber ich hatte mich sicherlich nicht unerheblich weiterentwickelt. Ich konnte mich aber trotzdem noch erinnern, wie ich “früher” war und damit verifizieren, daß ich mich verändert hatte.

Das ist mir seit dem kaum noch passiert. Nach Frauengeschichten höchstens nochmal. Denn das sind ja meist doch intensivere Zeiten, wo eben mehr passiert.

Denn inzwischen kann ich mich nur noch an Grundzüge erinnern, in denen ich anders war bzw. was an mir anders war. Das kommt mit dem Erwachsen werden wohl direkt mit dem schnelleren Vergehen der Zeit in einem Packet geliefert.

Das macht das Erkennen der eigenen Entwicklung schwierig. Das Feedback fehlt. Ich weiß was du jetzt denkst: einmal im Jahr, vielleicht zum Geburtstag, drüber nachdenken, was man im vergangen eigentlich gemacht hat, was sich verändert hat, was man noch verändern möchte. So einigermaßen spontan fehlt mir schlicht die Erinnerung, muß ich gestehen, um dieses zu tun.

4 Kommentare zu “Entwicklungserinnerungen”


  1. 1 Corili

    ach? Da hat wohl noch jemand über seine Entwicklung nachgedacht? So ganz spontan? Das ist mir schon fast zu zufällig als das es Zufall sein kann.
    Ich möchte dich ruhig hiermit ermuntern dies weiter zu tun! Manchmal muss man auch erst auf die richtigen Leute treffen, um diesen winzigen Denkanstoß zu bekommen und sich wieder auf die Zielgerade der Lebensplanung ziehen. (Hm der Ausdruck gefällt mich nicht so recht, aber ihr wisst schon was ich meine) Ja und das man sich mit zunehmender Entwicklung immer wieder verändert ist wirklich wie ein Nachnahmepaket, was man annehmen muss, obwohl man es nie bestellt hat. Ich dachte das wird irgendwann weniger, aber wenn das auch die nächsten 5 Jahre noch anhalten soll: HILFE!
    Ich kenne auch das schöne-Sommerferien-Gefühl. Mir scheint du möchtest es noch einmal wieder haben, um dich erneut zu verändern? Oder liege dich damit komplett daneben.
    Bei mir heißt es Ich-laufe-in-einer-wirklich-kalten-Nacht-4-Stunden-durch-Berlin-um-ein-Kino-zu-finden-das-einen-bestimmten-Film-noch-spielt-Gefühl. Oder kurz Freiheits-Gefühl. Das kommt mit Sicherheit nicht wieder bloß wenn ich den Film noch mal anschaue. Das kommt nur wieder, wenn ich mich nach mehr Freiheit umsehe.

  2. 2 Corili

    Warum habe ich immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich hier etwas kommentiere? Ich meine ich geb mir echt Mühe, das in schöne Worte zu fassen. Und grade in letzter Zeit gefällt mir das echt gut, was so meinen Kopf verlässt. Ich kommentiere auch echt nur noch Sachen, die mich interessieren. Aber trotzdem: schlechtes Gewissen! Am liebsten würde ich es am nächsten Tag wieder zurücknehmen. Nicht weil ich nicht zu meiner Meinung stehen würde. Eher glaube ich, dass es so ist, weil ich denke, dass Georg es nicht “hören” will. Verkopft besteht aber nicht nur aus Georg! Klar größtenteils schon, aber doch nicht ganz…

  3. 3 ankiH.allerlanden

    die dame: wenn es dein synapsenspiel so sehr anstrengt, hier etwas dazu zu schreiben; du abwegst, ob überhaupt, es dann tust, um doch wieder schnellst möglich gesagtes zurückzunehmen, würde ich empfehlen; es ganz zu lassen.
    es sei denn, folgendes ist dir möglich:
    du sollstest dich, bzw deine kommentare insofern von deiner illusionistisch angehauchten herzgeschichte distanzieren, das du besagtes, gar namen, einfach weglassen kannst.

    ehrlich gesagt; und dies ist ein durchaus ernstgemeinter kommentar: alles andere macht dich lächerlich.

  4. 4 Corili

    danke für den tipp, aber genau das habe ich schon vor zwei Tagen gehört

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