Another one bites the dust

Ich möchte heute über eine vielfach unterschätze Gefahrenquelle im Alltag reden:

Musicals

In Musicaltheatern sitzen oftmals mehrere tausend Leute auf engstem Raum aufeinander, die Luft ist selten optimal temperiert und gut durchlüftet, aufgrund von Lizenzvereinbarungen ist die Lautstärke oft übermäßig hoch (so hoch, daß sich sogar viele Gäste über die Lautstärke beschweren und wir immer einen großen Vorrat an Ohropax im Theater haben), es gibt vielfältige Lichteffekte und, sagen wir es ganz offen, der eine oder andere Gast wird durchaus auch emotional stark beansprucht.

Das Resultat:
Es vergeht kaum eine Woche, in der bei uns im Theater nicht jemand umkippt, ohnmächtig wird, einen Kreislaufkollaps oder gar einen Herzinfarkt erleidet.
Manchmal mit tödlichen Folgen…

Aus diesem Grund sitzen in jeder Show zwei ausgebildete Feuerwehrmänner im Theatersaal, die sowohl für Brandschutz als auch für Erste Hilfe zuständig sind.
Zusätzlich haben einige der Servicemitarbeiter, beispielsweise ich, eine Ersthelferschulung absolviert.

Nun weiß allerdings jeder, der einmal für seinen Führerschein eine derartige Schulung absolviert hat wie enorm langweilig diese Schulungen sind und wie schnell das gelernte Wissen wieder aus dem Bewußtsein entschwindet.

Kleine Merkhilfen wären sehr wertvoll, werden allerdings in den Schulungen normalerweise nicht nahegebracht.

Dabei wäre es sehr simpel kleine emotionale Verknüpfungen in die Kurse einzubauen um dem Erinnerungsvermögen einen Ansatzpunkt zu bieten.
Wie ich beispielsweise vor wenigen Tagen zufällig gelesen habe sollte man bei der evtl. anzuwendenden Herzmassage ca. 100mal pro Minute auf das Herz pumpen.

Simpelster Anhaltspunkt, um sich das sowohl zu merken als auch dann im Ernstfall korrekt umzusetzen ist das sehr treffend titulierte Lied ‘Another one bites the dust’ von Queen.
Denn der Rhythmus dieses Liedes beträgt exakt 100 bpm.

Darum jetzt für alle, die befürchten müssen jemals in eine derartige Situation zu kommen:
Another one bites the dust

11 Kommentare zu “Another one bites the dust”


  1. 1 Corili

    ich kanns mir einfach nicht verkneifen: mein etwas altersschwaches Metronom meldet ca 112 bpm. In Kooperation mit http://www.ultimate-guitar.com fand sich mehrmals die Angabe 110 bpm…

  2. 2 Georg

    Aber die Ironie, die Ironie! Man stelle sich jemanden vor, der gerade einen Halbtoten behandelt und dabei den Refraing singt. Dabei sollte er übrigens auch nicht die Bassline mit dem Rhytmus verwechseln, wie ich im ersten Moment.
    Und er hat ja wirklich gute Musik gemacht, aber sah schon echt scheiße aus. Dieser Bart!

  3. 3 Corili

    Aber sterben durch Kunst oder Musik: Wäre das nicht ein schöner Tod???
    Einfach auf der Bühne verrecken…
    Walross ist genau so unerotisch wie ZZTop ;)
    Marie?

  4. 4 Joe

    lol, die Ironie ist echt ganz schoen boese :P

  5. 5 anki allerlanden

    i fuckin love this song!
    ursula? (bla bla)

  6. 6 Dennis

    Verdammt, wenn man seine Quellen nicht doppelt gegencheckt…
    Trotzdem immer noch passend, man muss ja zwischen dem Pumpen auch noch beatmen und die Assoziation durch diesen Killer-Refrain ist einfach unschlagbar! :p

  7. 7 Corili

    (hab mich nur gefragt, ob Marie ein Code-Wort für eine andere Person ist. Die 3 Sätze, in denen der Name vorkam, erinnerten mich stark an jemanden…hör bloß auf mit ursula. gibt echt leute, die glauben, dass ich so heiße…)

  8. 8 Georg

    Diese “Code-Wörter” nennt man bei uns “Namen”.

  9. 9 Corili

    och Mensch, Georg, du weißt genau was ich meine…
    in diesem Sinne und weil wir grade beim Thema sind: “Killer Queen” is watching you!

  10. 10 Corili
  11. 11 anki allerlanden

    useless.

Kommentar schreiben