Monatsarchiv für November 2008

Fakten aktualisieren

Als Kind kam ich durch meinen Vater erstmals mit Tracy Chapman in Kontakt. Fande die Musik damals schon schön, bis auf Behind the Wall bei dem sie ohne Musik singt. Damals habe ich den Text natürlich nicht verstanden, inzwischen verstehe ich aber, warum mir bei dem Lied immer unwohl wurde.


Discover Tracy Chapman!

Genauso naiv dachte ich auch, daß sie aus Afrika käme – sie ist ja auch schwarz. Und genau das habe ich bis gerade eben noch immer “gedacht”. Natürlich nur, weil ich diesen “Fakt” so angenommen hatte und seit dem nicht mehr darüber nachgedacht hatte. Eben beim Abwaschen hatte ich Zeit und es lief zufällig ihre Musik und ich dachte darüber nach. Natürlich ist sie Amerikanerin (in Ohio geboren), sonst wäre sie sicherlich nicht so berühmt geworden. Also: weiterdenken.

Stinkt das hier oder bin ich das?

Ich bin es ja gewohnt, daß mir beim Toasten von Brotscheiben von Zeit zu Zeit einmal ein Geruch nach Verbranntem in die Nase steigt.
Doch der Geruch, der mir eben in der Küche zuflog erinnerte mich eher an den Tag, an dem sich beim Bohren einmal der Bohrkopf meiner Bohrmaschine weißglühend und schmelzend im Loch verabschiedete!
Bei einem kritischen Rundumblick durch meine Küche schien mir die Luft beim Fenster getrübt, näheres Hinsehen ergab tatsächlich leichte Rauchschwaden und einen verschmorten Geruch.
Dasselbe im Badezimmer.
Nun ist die Wahrscheinlichkeit, daß eine nichtlaufende Waschmaschine durchschmort eher gering und die Tatsache, daß unter mir gerade die Wohnung renoviert wird, wobei heute das Badezimmer an der Reihe ist hielt meine Besorgnis in Grenzen.
Ein kurzer Kontrollgang zu den Arbeitern in der unteren Wohnung ergab, daß sie gerade geflext hatten und der Rauch durch die wohl etwas undichten Wände zu mir in die Wohnung hinaufgestiegen sei!
Kurz durchlüften und alles sei wieder in Ordnung!
Na wenns weiter nichts ist…

Another one bites the dust

Ich möchte heute über eine vielfach unterschätze Gefahrenquelle im Alltag reden:

Musicals

‘Another one bites the dust’ weiterlesen

Gleichgültigkeit

Sie: Alexander, das ist schrecklich, in diesem Alter, solche Gleichgültigkeit gegen alles.

Er: Warum verwundert sie das, ma tante? Befreien sie sich für einen Moment von dem engen Horizont der sie umschließt. Betrachten sie das Leben, die Welt. Was soll das alles?

Aus Iwan Gontscharows Eine alltägliche Geschichte

Ich habe laut aufgelacht.

Schöpfung

Nein, nicht die Schöpfung, das Schöpfen. Nein, nicht aus einem Eimer.
Wurde heute auf diese und solche Renderings gestoßen. Ersteinmal hat mich die Detailgenaugikeit und Realitätsnähe absolut umgehauen. Pixarische Filme hat man ja schon gesehen, aber soo gut sehen die nicht aus. Mag an der vierten zusätzlichen Dimension liegen.
Wenn man sich einmal klar macht, wie diese Bilder entstehen, wird einem klar, daß jedes kleine Detail genau so vom Ersteller gewollt wurde. Er hat die Personen und Gegenstände erdacht, umgesetzt, positioniert, texturiert, beleuchtet und nachbearbeitet. Diesen Umfang an Kontrolle, aber auch Schöpfungskraft finde ich äußerst beeindruckend und möchte am liebsten sofort selber mit soetwas loslegen. Aber die Zeit. Und die Energie. Und die Abers.
What’s the point of the story? I like stories!

tabula rasa

das, sich von affaire zu affaire ’schwingen’, bürgt die vorteile der abwechslung und die, des absoluten bewahren von autonomie des eigenen selbst. ferner beinhaltet es die nachteile der unbeständigkeit und die, der unzuverlässichkeit, die man bei sich und dem jeweiligen sexualpartner findet. die grenzen zwischen vor-und nachteilen sind dabei vernebelt und bringen bei längerer überlegung deutlich mehr aspekte ans hirn-tageslicht. was passiert mit einem, wenn die affaire länger anhält, dauert und wann bemerkt man den unterschied zwischen mögen, sehr mögen und lieben? was bedeutet liebe für das eigene ich und weshalb ist es so schwierig, bei affairen aufs intensivste durch kommunikation ins detail zu gehen?

ich schwebe gerade zwischen nachteil und vorzug und mein herz ist zweigeteilt. das wort; gerade, beschreibt dabei eine zeit von 2 jahren.

ich finde, das argument: ‘der richtige war noch nicht dabei’, kann ich nicht gelten lassen.

Wörterkunde

Ich war gestern discotieren.

Wirklich gute Musike. War die letzten Male eher schlecht. Mein Rücken tut jetzt weh.

Wörterkunde

Mammi, Mammi, die Toilette hat meinen Stuhl geklaut!
Nächstes Mal dann wieder mit Niveau

Das erklärt einiges!

Unter dem Theater am Potsdamer Platz, in dem ich arbeite, liegt die Disco Adagio, die uns von Zeit zu Zeit mit ekelhaft-klebrig-poppiger Musik beschallt, während wir noch am Arbeiten sind.
Anscheinend kann man das Adagio auch für Firmenfeiern mieten, am heutigen Abend tat dies beispielsweise die Deutsche Telekom.
Das bedeutete, daß ein großes Buffet aufgebaut war, dessen Gerüche durch das ganze Theater zogen und den Hunger aller Mitarbeiter gefährlich anstachelte. Wirklich schockierend und sich negativ auf die Stimmung auswirkend war jedoch die Musikauswahl:
Ein Blasorchester spielte den gesamten Abend hindurch den absoluten Bodensatz musikalischer deutschtraditioneller Volksschlager von ‘Adelheid, schenk mir einen Gartenzwerg’ über die ‘Berliner Luft’ bis zur ‘Märkischen Heide’!

Daß offensichtlich ein Gutteil der Mitarbeiter des magentafarbenen Konzern aus Wackeldackelbesitzern fortgeschrittenen Alters besteht erklärt wohl so manche Diskrepanz zwischen dem Anspruch ein Weltkonzern zu sein, in der Realität jedoch meist die Serviceleistung einer deutschen Behörde zu bieten…

find of last week

because

“the truth is I only fucked you, because you are famous!”