Zamonische Geschichte

Als ich vor über einem Jahr das erste Buch der Zamonienreihe von Walter Moers als Lesung hörte, empfand ich es anfangs als etwas albern und übertrieben. Die Namen, die Geschichte, die Fantastereien waren doch recht weit weg von der Realität die einen sonst so umgibt. Umso schöner und wie ein warmes Federkissen umkuschelndes … Federkissen versinkt man in diese Bücher und möchte nie wieder aus ihnen aufwachen, hat man sich erst einmal auf sie eingelassen. Zu amüsant sind die wortspielreichen Namen der Orte, Kreaturen, Pflanzen und Bräuche in Zamonien, zu spannend die Geschichten, zu sympathisch die Protagonisten und zu fantastisch fantasievoll die ganze Welt.

Ich habe keins seiner Bücher gelesen – alle wurden mir vorgelesen. Die ersten, absolut grandios und mitreißend, von Dirk Bach, das letzte, der Schrecksenmeister (Vorsicht: Spoiler, aber einiges an Hintergrundinformationen), nicht ganz so passend überbordend, aber dennoch sehr gut und fesselnd von Andreas Fröhlich.

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Die Bücher sind meist wirklich lang. Das schreckt auf den ersten Blick ab, wollen 12 CDs (knapp 13 Stunden) doch erst einmal durchgehört werden (und das ist noch eines seiner kürzeren Bücher). Doch wurde man erst einmal an-gefangen, wünscht man sich es wären 24 oder gar 36 CDs! Man fühlt sich einfach wie zuhause. Durch das Grundlagenwissen über die zamonische Welt, welches in den späteren Büchern vorausgesetzt (die Geschichte funktioniert auch ohne dieses, doch entgeht einem vieles) und auf welches sich immer wieder bezogen wird. Ist doch klar was Leidener Männlein sind, oder eine Haifischmade, welche nacheinander in alle ihre 12 Hände klatscht, so daß eine Welle entsteht. Was das F. im Namen des Schuhus Fjodor F. Fjodor bedeutet, bleibt dagegen im Dunkeln.

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