Ho! Ho! Ho!

  • Von drauß’ vom Supermarkt komm ich her;
    Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
    Allüberall auf den Angebotsplätzen
    Sah ich goldenes Naschwerk sitzen;
    Und droben aus dem Lagertor
    Sah mit großen Augen den Filialleiter hervor;
    Und wie ich so strolcht’ durch den hellen Tann,
    Da rief er mich mit heller Stimme an:
    “Knecht Dennis”, rief er, “alter Gesell,
    Hebe die Beine und spute dich schnell!
    Die Weihnachtssaion fängt nunmehr an,
    Das Lagertor ist aufgetan,
    Alt’ und Junge sollen nun
    Von der Jagd des Konsums nimmermehr ruhn;
    Schon in 15 Wochen flieg ich hinab zur Erden,
    Denn es soll wieder Weihnachten werden!”
    Ich sprach: “O lieber Herre Christ,
    Bitte verschone mich mit diesem Mist;
    Ich kaufe nur, was ich wirklich brauch,
    All der Süßkram macht nen dicken Bauch!”
    - “Hast denn das Angebot nicht gesehn?”
    Ich sprach: “Da wollt ich gleich weitergehn!
    Denn Schoki, Nussnougat mit Mandelkern
    Essen nur dicke Kunden gern.”
    - “Hast denn kein Spekulatius bei dir?”
    Ich sprach: “Das Spekulatius, das bleibt hier;
    Denn die Kunden nur, die verfressenen,
    Zählen keine Kalorien, die vergessenen.”
    Der Filialleiter sprach: “So ists nicht recht;
    Scher dich zur Kasse, du knickriger Knecht!”
  • Von drauß’ vom Supermarkt komm ich her;
    Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
    Nun sprecht, wie ich’s hierinnen gefunden!
    Sind’s gute Kunden, sind’s böse Kunden?

2 Kommentare zu “Ho! Ho! Ho!”


  1. 1 Georg

    :D Schön gedichtet, war aber auch nötig, so wie die Verkäufer schon wieder auslaufen und überall Weihnachtsmänner hinpacken. Scheinbar, denn ich hab noch keine gesehen bis jetzt.

  2. 2 Dennis

    Da musste nur mal nach Neukölln kommen, Berlins christlichstem Bezirk!

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