Herbstlicher Wandel

Ich bin ein Mann des Wandels.

Jahr für Jahr setze ich mich an meinem Geburtstag in einen bequemen Sessel und denke in Ruhe darüber nach, wie sich mein Leben im letzten Jahr verändert hat, was ich für Fehler gemacht habe, was ich aus diesen Fehlern und allgemein gelernt habe, kurz: Wie ich mich verändert habe.

Sollte ich an einem Geburtstag feststellen, daß das letzte Lebensjahr für mich keinerlei Veränderung gebracht hat, so habe ich bereits vor Jahren beschlossen, daß ich ab diesem Augenblick meinem Leben eine neue Wendung geben wolle.

Bisher war das allerdings noch nicht notwendig.

Diese Einleitung hat so gut wie nichts mit dem Thema dieses Eintrages zu tun, sie soll nur verdeutlichen, für wie wichtig ich Veränderung erachte und wie sehr ich den Wandel in meinem Leben, meinem Lebensumfeld schätze.

Wie mir vor wenigen Tagen bewußt wurde beinhaltet das auch das Wetter.

Schon immer fühlte ich mich in den Jahreszeiten der Veränderung, Frühling und Herbst am wohlsten.

Sowohl der Winter als auch der Sommer können Spaß machen, sie bringen schließlich auch Abwechslung, jedoch sind sie immer die Extrempunkte, auf die die Veränderung zustrebt.

Den Winter kann ich noch recht gut etragen, egal wie kalt es ist, wenn man sich mehr und dicker anzieht geht jede Kältephase vorbei. Doch in der entgegengesetzten Richtung gibt es gewisse Grenzen, die im täglichen Leben nicht überschritten werden können.

So gibt es darum jedes Jahr einen Tag, an dem ich von Sonne und Wärme einfach die Schnauze voll habe und mir nichts sehnlicher wünsche als einen grauen, regnerisch-trüben Herbsttag bei nicht mehr als 20° Celsius.

Dieses Jahr kam dieser Zeitpunkt mitten während der Reisen, um genau zu sein in Paris.

Einer der Gründe, warum ich nach Paris praktisch nur noch nördlichere Städte angeflogen habe war der, daß ich einfach keine Lust darauf hatte mich sonniger Hitze auszuliefern!

Konsequenterweise führte mich mein Weg deswegen zum Abschluss in die nördlichst gelegene Stadt auf der Liste der anfliegbaren Destinationen: Stockholm!

Und tatsächlich sollte mich Schwedens Hauptstadt nicht enttäuschen:

Massige Wolkenbänder in allen denkbaren Graufstufen, milde Temperaturen, immer wieder einsetzende Regenschauer verschiedenster Intensität, ein scharfer Wind vom Meer, der das dunkle, zittrige Wasser zu tanzenden, hüpfenden Wellen auftürmte und auf dem Rasen von Skeppsholmen ein Geschenk:

Die erste, vom Baum heruntergefallene Kastanie!

Es gab Momente, da wäre ich am liebsten gar nicht wieder fortgegangen…

3 Kommentare zu “Herbstlicher Wandel”


  1. 1 Georg

    Da fehlen ja nur noch fotos vom Regen :p
    Aber schön das es dir gefallen hat.

  2. 2 Dennis

    Tja, wenn ich mal nen Fotoapparat dabeigehabt hätte…

  3. 3 Georg

    Fotoapparatgraf

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