Was mir diese Reise neben Allgemeinbildung, Ortskenntnis, Selbstbewußtsein und Organisationskönnen vor allem beigebracht hat ist, daß ich kein Tourist bin. Einfach Städte und ihre Straßenzüge anzuschauen bringt mir nur wenig mehr, als die Fotos eben dieser Plätze zu sehen. Museen bzw ihre Kunstwerke erreichen mich nur in Spezialfällen, und diese sind nahezu ausschließlich auf der Gefühlsebene. Was mich wirklich reizt, ist etwas zu erleben, etwas zu tun. Ich möchte mich Berge hochquälen, um sie runtersausen zu können, nachts verboten im geschlossenen Park herumspazieren, mit spannenden Menschen, oder gar Frauen, in Kontakt kommen, die Natur genießen oder im kalten Wasser baden gehen. Eine Stadt mit ihren Straßen nehme ich stark rational auf, verkopft eben. Doch die wahre Essenz des Lebens erlebe ich so nicht. So sehr ich über das Leben nachdenke, der Sinn dieses Nachdenkens ist doch schlußendlich nur, solche beschriebenen Dinge zu erleben und nicht, nachgedacht zu haben.
Verkopfte Freunde und ihre Gedanken.
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Ich kann dich sehr gut verstehen! Aussagen wie ‘Wir muessen unbedingt in die schoene Altstadt’ oder allgemein ‘Das muss man gesehen haben’ (eben nicht erlebt) loesen in mir spontane Langeweile aus.
Natuerlich gibt es grossartige Gebaeude/Architekturen/Werke/etc. und in Ausnahmefaellen kann ich damit sogar ‘etwas anfangen’, aber generell stehe ich nur da und denke: Was genau ist daran jetzt so toll?
Aktiv statt passiv heisst die Devise. :D